Pressemitteilung vom 20.08.2014 – Cottbuser Oberbürgermeisterkandidat unterstützt Klimacamp mit Forderung nach neuem Tagebau

Lars Krause mit Menschen vom Klimacamp

Lars Krause mit Menschen vom Klimacamp

Am Dienstag haben Aktivisten des 4. Lausitzer Energie- und Klimacamps auf dem Cottbuser Altmarkt für die Menschenkette von Kerkwitz zum polnischen Grabice geworben. Der Kandidat für das Amt des Cottbuser Oberbürgermeisters, Lars Krause (DIE PARTEI), war der Einladung gefolgt und machte die Besucher des Altmarkts auf besondere Weise auf die Folgen des Braunkohlentagebaus aufmerksam.

So warb Krause für den neuen Tagebau Cottbus-Mitte I. Dieser solle hinter dem Blechen Carré aufgeschlossen werden und bis zum Arbeitsamt reichen. Die betroffenen Einwohner von Cottbus würden demnächst aufgefordert, sich eine neue Heimat zu suchen. Auch andere Stadtteile wie Gallinchen oder Gaglow könnten bald den Baggern zum Opfer fallen, so Krause. Die Einwohner dieser Stadtteile wollen auch endlich einmal entschädigt werden, sagte er. Als neuer Oberbürgermeister wolle er sich zudem dafür einsetzen, dass Kohle endlich zu den Nachwachsenden Rohstoffen gezählt werden könne. Immerhin plane er nicht nur in Cottbus Kohle ab- sondern auch wieder neu anzubauen.

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Pressemitteilung vom 20.08.2014 – Klimacamp darf plakatieren. Amt Peitz verliert vor Verwaltungsgericht

Gestern hat das Verwaltungsgericht Cottbus grünes Licht dafür gegeben, dass die Organisatoren des 4. Lausitzer Energie- und Klimacamps auch in den Gemeinden des Amts Peitz für ihre Veranstaltung werben können. Ab sofort dürfen auch an die Lichtmasten des Amtes Peitz Plakate des Klimacamps angebracht werden.

Einen entsprechenden Antrag hatte das Amt abgelehnt mit der Begründung, dass in der Stadt und den zu ihr gehörigen Gemeinden nur eine begrenze Anzahl von Werbeflächen zur Verfügung stünden. Weil am 14. September 2014 die Landtagswahlen stattfinden und bereits viele Anträge auf Veranstaltungen genehmigt wurden, seien die zulässigen Plakatierungsplätze bereits erschöpft. Das sah das Gericht anders.

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Pressemitteilung vom 19.08.2014 – Frühstücksdemonstration vorm Kraftwerk Jänschwalde

Frühstücksdemonstration heute Vormittag vor dem Braunkohlekraftwerk Jänschwalde, Betreiber Vattenfall Europe Generation

Umweltschützer fordern den Braunkohlekonzern Vattenfall und Ministerpräsident Dietmar Woidke auf, die bergbaubedingten Schäden durch den Braunkohletagebau finanziell zu entschädigen

Peitz/Kerkwitz, 19. August 2014, Stand 14.35 Uhr

20 Umweltschützer haben heute auf der Hauptzufahrtstraße zum Braunkohlekraftwerk Jänschwalde bei Peitz/Lausitz eine Frühstücksdemonstration durchgeführt. “Mit unserer Aktion wollen wir auf die massiven Schäden durch den Braunkohletagebau Jänschwalde in den angrenzenden Dörfern hinweisen”, sagt Ulrike Möller aus Taubendorf. Am Montag hatte der Ortsvorsteher von Taubendorf (Gemeinde Schenkendöbern), Jürgen Handreck, Teilnehmenden des Lausitzer Energie- und Klima-Camp diverse Schadenarten gezeigt, welche seit 2007 bergbaubedingt durch den Braunkohletagebau Jänschwalde entstanden sind. Durch die Absenkung des Grundwasserspiegels sind in diversen Häusern Risse entstanden: “Der Gemeindeverbindungsweg von Kerkwitz nach Taubendorf hat inzwischen teilweise Risse bis zu 1,2 m Tiefe, auf Grünlandflächen sind sogenannte Erdfälle bis zu 2,5 m Tiefe und 15 m Durchmesser entstanden”, fasst Ortsvorsteher Jürgen Handreck zusammen. Die Grundwasserabsenkung für den Tagebau senkt die Grundwasserhorizonte in Talaue und Randbereichen der Lausitzer Neiße, in welcher üblicherweise torfige Böden anstehen. Der Torfboden entwässert und sackt in sich zusammen. Daraus folgend setzt bzw. sinkt der darüber anstehende Boden und die Schäden entstehen. Weiterhin verlieren Häuser und Grundstücke sowie landwirtschaftliche Flächen erheblich an Wert.

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Offener Brief an die Intendantin des RBB wegen der tendenziösen Berichterstattung über den Auftakt des Lausitzcamps

Sehr geehrte Frau Intendantin Dagmar Reim,

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hat am 17.08.2014 in seiner Sendung „Brandenburg aktuell“ um 19.30 Uhr über das 4. Lausitzer Energie- und Klimacamp berichtet. Grundtenor des Beitrags war, dass das Camp vor Ort nicht angenommen werde. Das ist eine falsche Darstellung.

Das Fernseh-Team von Rico Herkner hat das Lausitzer Energie- und Klimacamp in einem schlechten Licht erscheinen lassen und journalistische Grundsätze mißachtet.
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4. Lausitzer Energie- und Klimacamp eröffnet – rund 50 Veranstaltungen geplant

Am Sonntag ist das 4. Lausitzer Energie- und Klimacamp feierlich in Kerkwitz bei Guben eröffnet worden. Drei Bürgermeister der Region, darunter der Gubener Bürgermeister Fred Mahro, richteten beim „Fest der Energiewende“ Grüße an die mehr als 100 Teilnehmer.

In der vor uns liegenden Woche wird es rund 50 Veranstaltungen und Workshops rund um die Themen „Energie“, „Bergbau“ und „Demokratie“ geben.

Der Friedensforscher und Theologe Dr. Martin Arnold wird ab Dienstag Seminare zu dem Thema „Mit Gütekraft aus der Kohle aussteigen“ halten. Er hat die Konzepte von Mahatma Gandhi und anderen Menschen erforscht, die mit gewaltfreiem Widerstand erfolgreich waren. Dabei hat er übereinstimmende Erfolgsmuster herausgearbeitet. Martin Arnold engagiert sich seit vielen Jahren praktisch für Gerechtigkeit, Frieden und Nachhaltigkeit. Dienstag Abend stellt er das Gütekraftkonzept vor und eine erste praktische Übung wird die Idee vertiefen. Für die folgenden Tage sind alle engagierten Menschen – vor allem aus der Region – eingeladen, gemeinsam an einem konkreten Gütekraft-Konzept für die Lausitz weiterzuarbeiten.

Am Mittwoch wird es ein Gastspiel des „Theater am Rand“ geben. Gezeigt wird das Stück von Volker Braun „Machwerk oder Das Schichtbuch des Flick von Lauchhammer“. Mit dabei sind Walfriede Schmidt, Tobias Morgenstern und Jens-Uwe Bogathke. Erzählt werden die tragisch-komischen Schwänke um einen Macher, der kein Werk mehr hat, aber einen Helm, Karabinerhaken und Arbeitshosen. Flick von Lauchhammer. Mit 60 entlassen, stapft er ins Amt zu Frau Windisch und fragt: Wo brennts denn? Volker Braun schickt seinen Don Quichotte der Niederlausitz in die Welt der veränderten Arbeit des 21. Jahrhunderts. Am Ende steht er in Neutrebbin im Oderbruch am Bohrloch, wo das CO2 verklappt wird.

Das 4. Lausitzer Klima- und Energiecamp findet vom 16. bis zum 24. August in Kerkwitz bei Guben statt. Erwartet werden bis zu 1000 Teilnehmer. Höhepunkt wird die internationale Menschenkette am 23. August sein, die Kerkwitz mit dem polnischen Ort Grabice verbindet. Beide Orte sollen einem Braunkohletagebau weichen.

Hier geht es zum kompletten Programm:
http://www.lausitzcamp.info/lausitzcamp-2014-infos/programm/

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Fest der Energiewende – Bürgermeister eröffnen feierlich das 4. Lausitzer Klima- und Energiecamps in Kerkwitz

Am Sonntag, 17. August, 14.00 Uhr, wird das 4. Lausitzer Klima- und Energiecamp mit den Grußansprachen von drei Bürgermeistern der betroffenen Regionen, einschließlich des Gubener Bürgermeisters Fred Mahro, auf dem Kerkwitzer Sportplatz feierlich eröffnet. Damit beginnt das „Fest der Energiewende“, das von den Einwohnern und Klimacampern gemeinsam organisiert wurde. Gäste aus nah und fern sind eingeladen, den Braunkohlewiderstand bei Bildung, Kultur und Spaß in der Lausitz zu unterstützen.

Auch kulinarisch findet man zusammen: der Kuchen der Kerkwitzer mit dem Pizzastand der Klinger Runde, den Himbeeren vom Himbeerhof Wielotov und den Würsten vom Bauernhof Schulz aus Atterwasch serviert im Dorfkrug ergänzt durch die vegane Volxküche Fläming Kitchen des weltberühmten Politkochs Wam Kat auf dem Festplatz.
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