Pressemitteilung vom 18.05.2016 – Größtes Lausitzcamp aller Zeiten war voller Erfolg

Proschim, 18.05.2016
Am Montag, dem 16.05.2016, endete das sechste Lausitzcamp mit einem neuen Teilnehmerrekord. Zwischen 3500 und 4000 Menschen aus Europa und der ganzen Welt nahmen am Camp teil. Am Samstag, dem 14.05.2016, gingen über 1500 Menschen zu einer Demonstration gegen Kohleverstromung. Zeitgleich zum Lausitzcamp hatte das Bündnis „Ende Gelände“ zu einer Massenaktion des zivilen Ungehorsams aufgerufen, an der über 3500 AktivistInnen teilnahmen. Am Rande des Camps kam es gehäuft zu Gewalttaten und verbalen Angriffen von Kohlebefürwortern, sowohl auf CampteilnehmerInnen als auch auf AktivistInnen von „Ende Gelände“. „Das diesjährige Lausitzcamp zeigt, dass der Protest gegen Kohle in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. TeilnehmerInnen aus der ganzen Welt machen deutlich, der Braunkohleabbau in der Lausitz ist kein lokales, sondern ein globales Problem“, kommentiert Mit-Organisator Marvin Kracheel den Verlauf des Camps. Insgesamt ziehen die Veranstalter in positives Fazit. „Wir sind alle erschöpft aber überaus zufrieden. Die harte Arbeit und der Zeitaufwand haben sich gelohnt“ erzählt Josephine Lauterbach. Weiterlesen

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Pressemitteilung vom 14.05.2016 – Hunderte Demonstranten fordern: Keine Zukunft mit der Kohle!

Welzow 14. Mai 2016

Am Samstag, dem 14. Mai 2016, demonstrieren ab 13 Uhr hunderte KlimaschützerInnen im Lausitzer Braunkohlerevier gegen neue Tagebaue und für die Energiewende. Der Demonstrationszug startet in Welzow und endet im vom geplanten Tagebau Welzow Süd II bedrohten Dorf Proschim. „Braunkohleverstromung hat weder in der Lausitz noch in anderen Regionen eine Zukunft. Um das in Paris beschlossene 1,5 Grad Ziel zu erreichen muss die Kohle im Boden bleiben“, sagt Josephine Lauterbach aus dem Organisationsteam des Lausitzcamps.

Die Demo wird von einem breiten Bündnis aus NGOs und Initiativen aus ganz Deutschland organisiert und bildet einen der Höhepunkte des diesjährigen Lausitzer Klima- und Energiecamps. In vielfältigen Redebeiträgen werden sowohl die Perspektiven von Abbagerungsgegnern vor Ort, als auch nationale und internationale Positionen aufgezeigt. Gemeinsam fordern die DemonstrantInnen die Einhaltung der Pariser Klimaschutzziele. Das bedeutet, dass der Kohleausstieg und damit ein sozialverträglicher Strukturwandel jetzt eingeleitet werden. Weiterlesen

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Pressemitteilung vom 13.05.2016 – Solidarität mit den friedlichen Protesten der Gruppe „Ende Gelände“

Proschim, 13. Mai 2016

Die Gruppe „Ende Gelände“ hat für das Pfingstwochenende verschiedene Aktionen des zivilen Ungehorsams angekündigt. Diese Aktionen richten sich nach einem vorher veröffentlichten Aktionskonsens. Von den AktivistInnen geht demnach keine Gewalt aus. Das Lausitzer Klima- und Energiecamp solidarisiert sich mit diesen friedlichen Protesten. „Die Aktionen richten sich nicht gegen die Polizei oder ArbeiterInnen von Vattenfall. Infrastruktur wird nicht zerstört. AktivistInnen, die sich an der Aktion beteiligen, setzen ein eindrucksvolles Zeichen gegen die zerstörerische Kohleverstromung“, kommentiert Josephine Lauterbach aus dem Organisationkreis des Camps. Weiterlesen

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Pressemitteilung vom 06.05.2016 – Eröffnung des 6. Lausitzer Klima- und Energiecamps

Proschim, 06.05.2016
Am Montagabend, den 9. Mai 2016, wird um 19:30 das 6. Lausitzer Klima- und Energiecamp im Proschim (Welzow) eröffnet. Das Dorf Proschim ist derzeit vom neuen Tagebau Welzow Süd II bedroht und steht damit sinnbildhaft für die zerstörerischen Folgen des Braunkohleabbaus in der Lausitz. KlimaaktivistInnen aus ganz Deutschland und Europa werden dort vom 9. bis 16. Mai ihre Zelte für das Lausitzcamp aufschlagen.
Auch in diesem Jahr hat das Organisationsteam des Camps ein vielseitiges Programm gestaltet. Neben politischen Workshops und Vorträgen zum Kohleabbau, zu erneuerbaren Energien und verschiedenen anderen gesellschaftskritischen Themen wie dem Handelsabkommen TTIP, finden auch ein Volleyballturnier, ein Theaterstück sowie vielfältige Aktionsworkshops statt. Einer der diesjährigen Höhepunkte des Camps ist eine gemeinsame Demonstration aus einem breiten Bündnis verschiedener Organisationen und Initiativen am 14. Mai gegen neue Tagebaue. „Wir freuen uns auf ein abwechslungsreiches Camp. Wir werden durch Aktionen, aber auch durch Information und Austausch ein starkes Zeichen gegen den Braunkohleabbau setzen“, sagt Josephine Lauterbach aus dem Organisationteam des Lausitzcamps.
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Pressemitteilung vom 18.04.2016 – Protest gegen Verkauf von Vattenfalls Braunkohlesparte an EPH

160418_Vattenfall_klimakriminell

Am Montag, den 18.04.2016, demonstrierten AktivistInnen des Lausitzer Klima- und Energiecamps vor der Berliner Vattenfall-Zentrale gegen den Verkauf der Braunkohlesparte an den tschechischen Energiekonzern EPH. Unter dem Motto „Vattenfall-Klima kriminell“ forderten sie den Konzern dazu auf, ihre Braunkohlegruben in der Lausitz nicht zu veräußern, sondern stattdessen einen sozial- und umweltverträglichen Kohleausstieg einzuleiten. „Vattenfall hat in der Lausitz über Jahre hohe Gewinne erzielt und will sich durch den Verkauf vor der Verantwortung vor Mensch und Natur drücken!“ kommentiert Marvin Kracheel aus dem Organisationsteam des Lausitzcamps.
Derzeit stehen drei Kraftwerke und vier Tagebaue zum Verkauf. Diese gehen nun nach Angaben des Unternehmens an den tschechischen Energiekonzern EPH, der bereits im Mitteldeutschen Braunkohlerevier über seine Tochterfirma MIBRAG agiert. Der Kauf wirft sowohl rechtliche als auch umweltpolitische Fragen auf: Wer wird für die drohenden Sanierungs- und Rekultivierungskosten aufkommen? Was passiert mit den geplanten neuen Tagebauen Welzow-Süd II, Nochten II und Jänschwalde-Nord? Die Tagebaue würden nicht nur Zwangsumsiedlungen nach sich ziehen, sondern hätten auch regionale Umweltschäden, wie die Verockerung der Spree zur Folge. Außerdem steht die Eröffnung neuer Tagebaue im krassen Widerspruch zu den Klimazielen der Bundesregierung.
Klimaschutz heißt Kohleausstieg!
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Aufruf zum Lausitzcamp 2016

Kein Land mehr für Kohle!
6. Lausitzer Klima- & Energiecamp 2016

Klimaschutz braucht Kohleausstieg

Global war das Jahr 2015 schon wieder – nach 2014 – das wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Bereits 0,9 Grad liegen die Temperaturen über dem vorindustriellen Niveau. Das ist schon hart am Limit: Bei der Pariser Klimakonferenz wurde vereinbart, dass die globale Durchschnittstemperatur bis zum Ende des Jahrhunderts um maximal 2 Grad, möglichst aber nur um 1,5 Grad steigen darf.

Was folgt daraus? Fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas müssen im Boden bleiben. Allen voran die besonders klimaschädliche Braunkohle. Das macht deutlich: Neue Tagebaue dürfen nicht mehr eröffnet werden, denn sie zementieren die fossile Energieerzeugung noch über viele Jahrzehnte – und bremsen zugleich den Ausbau der erneuerbaren Energien. Dennoch sind in der Lausitz noch heute drei neue Tagebaue geplant. Und auch auf der polnischen Seite schreiten die Planungen für einen neuen Tagebau voran.

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