Aktionskonsens 2016

Aktionskonsens 6. Lausitzer Klima- und Energiecamp

Die Verbrennung von Kohle ist eine der größten Ursachen der globalen Erderwärmung. Um den Klimawandel zu bremsen, müssen mindestens 80 Prozent der bekannten fossilen Ressourcen weltweit im Boden bleiben.

Die kohlefreundliche Politik in Deutschland spricht jedoch eine ganz andere Sprache. Mit Unterstützung der Landesregierungen in Brandenburg und Sachsen treibt der schwedische Konzern Vattenfall Planungen für neue Tagebaue in der Lausitz voran, um den Gewinn des geplanten Verkaufs seiner Braunkohlesparte zu erhöhen.

Wir werden deutlich zeigen: Neue Investoren kaufen nicht nur einen Industriezweig ohne Zukunft, sondern auch den Widerstand vor Ort!

Vom 9. bis 16. Mai 2016 werden wir auf einem Klimacamp mit Workshops, Kulturveranstaltungen und vielfältigen Aktionen, auch des Zivilen Ungehorsams, gemeinsam mit vielen Menschen gegen die klimaschädliche Kohleverstromung und den geplanten Verkauf der Braunkohlesparte durch Vattenfall protestieren. Angesichts der Dringlichkeit der voranschreitenden Erderwärmung mit ihren katastrophalen Folgen für Gesellschaften und Ökosysteme halten wir den friedlichen Protest gegen die Kohle und Blockaden gegen Kohleinfrastruktur für notwendig und legitim.

Wir werden sehr verschiedene Menschen sein, die an Orten der Zerstörung durch den Kohleabbau auf vielfältige Weise protestieren werden. Einige haben schon Erfahrungen mit Aktionen des Zivilen Ungehorsams, andere noch nicht. Einige wohnen in den vom Tagebau betroffenen Gebieten, andere kommen von weiter weg.

Wir werden gemeinsam und solidarisch handeln. Wir wollen niemanden verletzen oder gefährden, und wir wollen auch selbst nicht verletzt werden. Deshalb achten wir gut aufeinander und handeln deeskalierend. Die Sicherheit und Unversehrtheit aller hat oberste Priorität. Wir werden keine Infrastruktur zerstören oder beschädigen. Unsere Aktionen richten sich nicht gegen die Arbeiter*innen in der Kohleindustrie oder gegen die Polizei.

Wir sind solidarisch mit allen, die gegen die zerstörerische Politik von Vattenfall und weiterer Braunkohleinvestoren und für eine ökologische, demokratische und soziale Energieversorgung streiten. Wir verstehen uns damit als Teil der internationalen Klimagerechtigkeitsbewegung. Rassistisches und diskriminierendes Gedankengut hat bei uns keinen Platz!

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