Programm 2011

Programmübersicht des Klima- und Energiecamps (7.-10. August) – Klicken zum Vergrößern

Programmübersicht des Klima- und Energiecamps (11.-14. August) – Klicken zum Vergrößern

 

 

 

 

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Das Programm könnt ihr auch direkt in unserer Infobroschüre (PDF) zusammen mit vielen anderen Infos nachlesen.

Informationen zur Demo Unsere Energie ist nicht eure Kohle am Sa, 13.08. vom Hauptbahnhof Cottbus findet ihr hier.

Beschreibung der einzelnen Workshops

So, 07.08. | Mo, 08.08. | Di, 09.08. | Mi, 10.08. | Do, 11.08. | Fr, 12.08. | Sa, 13.08. | So, 14.08.

Sonntag, 7. August

Die Energiestrategie der Zukunft
Veranstaltet von Spreescouts und Umweltgruppe Cottbus e.V., gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Brandenburg
Sonntag, 7. August 11:00 Uhr mit Bus vom Camp, Dauer ca. 7 Stunden

Anmeldung am Infozelt oder per E-Mail an zoepp(at)spreescouts(punkt)de
Teilnehmer_innenzahl: min. 8/max. 24 Personen
Preis: 20 € p.P. inklusive Mittagessen (mit „klimafreundlichen“ Zutaten aus der Region)

Besucht und erläutert werden u. a.:

  • die Auswirkungen des Braunkohleabbaus: Tagebau-Aussichtspunkt Cottbus-Nord und das devastierte Dorf Lacoma
  • Erneuerbare Energien, kommunal organisiert bzw. privat betrieben, an praktischen Beispielen in Atterwasch (ein von Abbaggerung bedrohtes Dorf!)
  • Energie aus Sonne: Solarkraftwerk Lieberoser Heide
  • Energiestrategie 2020 und ihre Bedeutung für die nachhaltige Entwicklung der Lausitz

Einfluss der bergbaubedingten Grundwasserabsenkung auf die regionalen Kleingewässer
Martin Dotzauer
Mehrtägig, Start am Sonntag, 7. August

In diesem Workshop werden wir vier Seen untersuchen, die im Einzugsbereich des Tagebaus liegen und seit den letzten 30 Jahren einen stetigen Rückgang aufweisen. Zunächst sollen einige theoretische Grundlagen zur Geologie, dem „Übertage-Abbau“ von Braunkohle und dem regionalen Wasserhaushalt behandelt werden. Zum Zweiten sollen im praktischen Teil vier Seen grob kartiert werden, um darzustellen wie viel Pegel und Wasserfläche in den letzten Jahren verloren gegangen ist. Abschließend sollen die Ergebnisse in einer kleinen Zusammenfassung präsentiert werden.
Wenn ihr ein Rad habt und euch für praktische Umweltrecherchen interessiert, dann könnt ihr euch tageweise oder auch zu jedem Termin am So, Di, Do und Sa dem Workshop anschließen.

Montag, 8. August

Backen und Kochen mit der Sonne – Solarofen selber bauen
Bettina
Montag, 8. August und Dienstag, 9. August 11:00–14:30 Uhr

Ein Solarofen sieht von außen aus wie eine Holzkiste. Wenn man den Deckel öffnet und die Sonnenstrahlen in die verglaste Kiste gelangen, kann man allerdings wie mit einem normalen Ofen bei über 150°C backen und kochen. Einen Solarofen kann man relativ einfach mit preiswerten, recycelten Materialien und einfachen Werkzeugen bauen.
Zwei Tage werden zum Bau eines Ofens benötigt, ca.

Energiewende von unten Was können wir tun?
Mo, 8. August, ganztägiger Workshop
Andreas Schug, Arbeitskreis Klima und Erneuerbare Energien (BUND Berlin)

10 bis 30 TeilnehmerInnen; Arbeit in Plenum, Open Space und Kleingruppen. vier Personen können mitmachen.

Papierwerkstatt – Fertigen von Stabfiguren für die Demo
Regine Dulitz, BUND
Mo, 8. August – Di, 9. August jeweils ab 11:00

Presseworkshop
Konzeption, Planung und Durchführung von Pressearbeit für politische Bildung, Kampagnen und Aktionen
Stefanie Groll, gegenstrom berlin
Daniel Häfner
Montag, 08. August und Dienstag, 09. August 11:00–14:30 Uhr

Wie funktionieren Presse und andere Medien? Was ist beim Umgang mit Journalist_innen zu beachten? Wie verhalte ich mich bei Interviews? Wie können Botschaften platziert werden? Wie schreibe ich Pressemitteilungen und journalistische Texte? Was ist ein Mediaplan? Diese und andere wichtige Fragen für die strategische und konkrete Pressearbeit werden in einem dreiteiligen Workshop behandelt.

CCS – Technologie und Risiken
Hardy Feldmann
Montag, 8 August, 15:30–17:00

Anti-Kohle Argumentationstrainin
Anike Peters, Greenpeace
Montag, 8. August, 15:30–17:00

Tar Sands
Montag, 8. August, 17:30–19:00
Workshop über den Abbau von Ölsanden (in englischer Sprache mit Übersetzung)

Braunkohlewirtschaft in der Lausitz
René Schuster, Grüne Liga Cottbus
Montag, 8. August, 17:30–19:00

Wer sich näher mit den Konflikten um Tagebaue in der Lausitz beschäftigen möchte, findet hier Auskunft zu Fragen wie: Welches Dorf soll wann in welchem Kraftwerk verfeuert werden? Wie weit sind die Planverfahren zu den einzelnen Tagebauen? Welche Widerstandsaktivitäten gab und gibt es?

Was kommt nach der Kohle?
Montag, 8. August, ab 19:30
Diskussionsveranstaltung im Gemeindezentrum Jänschwalde

Infos am Infozelt

Dienstag, 9. August

Autarkes Leben und Wirtschaften in einer globalisierten Welt
Mit Frank Hildebrand auf seinem
Solarhof, Nordweg 7, 03096 Burg
Dienstag, 9. August Abfahrt 10:30 Uhr vom Camp, Beginn ca. 11:00 Uhr

Unmittelbares Erleben und Begreifen u. a. folgender Anlagen und Lösungen:

  • solare Eigenversorgung mit Elektroenergie
  • Oberflächenwasser – Trinkwassergewinnung ganz anders
  • Klimawandel am Beispiel einer Baumkläranlage
  • aus Schmutzwasser wird ein erneuerbarer Energieträger
  • solare Mobilität schon lange möglich: 115 Jahre verpasst?!
  • Landschaftsschutz durch Kurzumtriebsheckensysteme und ihre Wirkung im Agroökosystem
  • Hackschnitzelfeuerung auf der Basis nachwachsender Holzressourcen
  • biologisch Bauen
  • Errichtung von Baumkläranlagen und Schilfbeetanlagen zur Reinigung von Schmutzwässern

Organisatorisches
Hin- und Rückfahrt mit Kleinbussen, kostenlos. Die Teilnehmer_innenzahl ist begrenzt, daher wird um Anmeldung im Infozelt gebeten.

Mit dem Fahrrad zum Tagebau nach Lacoma
Grüne Liga Cottbus
Dienstag, 9. August, 11:00
Anmeldung am Infozelt

Das bereits von den meisten Bewohnern verlassene sorbische Dorf Lacoma am Stadtrand von Cottbus wurde 1992 von jungen Menschen besetzt. Daraus entwickelte sich als legalisierte “Zwischennutzung” ein Kultur- und Künstlerdorf, das Vattenfall ab 2003 unter Polizeischutz dem Erdboden gleich machte. Die Protestbewegung für den Erhalt der wertvollen Lacomaer Teichlandschaft und des Dorfes nahm von 1983 bis 2007 ganz unterschiedliche Formen an, die von Kunstwerken bis zu Baum- und Dachbesetzungen reichten. Mit dem Fahrrad begeben wir uns auf ihre Spuren und kommen dabei nicht umhin, auch den Tagebau in Aktion zu erleben.

Erste Hilfe Workshop
Demo Sanis
Dienstag, 9.  August 13:00-17:00

Bewegung gegen Atomkraft
Tim Nießner, RSB
Dienstag, 9. August 15:30–17:00

Sämtliche Umfragen und die Mobilisierungen der Bewegung auf der Straße zeigten, dass mehr Menschen als je zuvor in der BRD gegen die weitere Nutzung der Atomkraft sind und auch bereit sind, dies offen auf die Straße zu tragen. Die Anti-Atombewegung hatte in den letzten Jahren einige Mobilisierungserfolge zu verbuchen. Sie sitzt der Regierung schon heute dermaßen im Nacken, dass die Politiker_innen der Atomparteien nur noch wirres Zeug reden.

Produktivismus und Kapitalismus
Jan Weiser, RSB,
Dienstag, 09. August 17:30–19:00

„Die Katastrophe ist nicht, was kommt, sondern, was da ist“ (Der kommende Aufstand).

Weshalb werden uns teure Risikotechnologien als Lösung der ökologischen Krise angepriesen? Weil der „grüne Kapitalismus“ dabei ist, sich zu etablieren.

Anti-Atom-Kämpfe ohne Grenzen!
Dienstag, 9. August, 17:30–19:00
Es wird einen Austausch der Situationen, Aktionen und (vielleicht auch gemeinsamen) Perspektiven in einzelnen Ländern/Regionen geben.
Inhalte sind dabei zu Beispiel:

  • Pläne zum AKW Neubau in Polen und Widerstand dagegen von der Anarchistischen Förderation Polen
  • AntiAtom in Weißrussland, Situation
  • Report aus Berlin
  • Pläne machen für weitere Vernetzungstreffen

Sprache: englisch, Übersetzungen nach Absprache (deutsch, polnisch)

Mittwoch, 10. August

Energieversorgung demokratisieren!
Stadtwerke, Bürgerwindparks und Energiekooperativen? – Partizipative Modelle für die energiepolitische Zukunft

Mona Bricke/gegenstromberlin, Stefan Taschner
Mittwoch, 10. August 11:00–12:30

Stadtwerke gehören zu den Vorreitern einer ökologisch und klimapolitisch sinnvollen, dezentralisierten Energieversorgung. Gleichzeitig gibt es aber auch die Tendenz vieler Stadtwerke sich z. B. an Kohlekraftwerken zu beteiligen, um gegen die Marktmacht der großen vier Energieversorger vorzugehen und mit Kraftwerksbeteiligungen Geld zu verdienen. Im Workshop wollen wir Beispiele vorstellen und darüber diskutieren, ob und wie Stadtwerke erfolgreich auf den richtigen Weg gebracht werden können – oder ob wir eher auf andere, partizipative Modelle der Energieversorgung setzen sollten.

Kyoto, Kopenhagen & Co.Eine Einführung in die internationale Klimapolitik
Bernd Brouns, gegenstrom berlin
Mittwoch, 10. August 13:00–14:30

„Das Kyoto-Protokoll ist tot“ verkündete der ehemalige Chef des UN Klimasekretariats Yvo de Boer im Juni 2011. Knapp zwei Jahre nach dem grandiosen Scheitern des Klimagipfels in Kopenhagen, steckt die internationale Klimadiplomatie in der Sackgasse. Wie ist sie dort hingelangt? Im Workshop lassen wir die letzten zwanzig Jahre UN-Klimapolitik Revue passieren: Was steht drin im Kyoto-Protokoll? Worum ging es in den UN-Klima-Verhandlungen der letzten Jahre? Was ist vom Klimagipfel im südafrikanischen Durban Ende des Jahres zu erwarten?

CCS und internationale Klimapolitik
Timmo Krüger, KlimaGerechtigkeit Leipzig
Mittwoch, 10. August 15:30–17:00 Uhr

In dem Workshop werden die Hemmnisse beleuchtet, die einer radikalen Transformation gesellschaftlicher Naturverhältnisse entgegenstehen. Dazu erfolgt eine kritische Einführung in die flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls, die in das Konzept der ökologischen Modernisierung eingeordnet werden. Abschließend wird die Hypothese vertreten, dass Carbon Capture and Storage (CCS) eine Schlüsselrolle in Bezug auf die Stabilisierung der ökologischen Modernisierung und damit auf die Auseinandersetzungen um die Notwendigkeit einer radikalen Transformation gesellschaftlicher Naturverhältnisse spielt.

SoGeLa – Solargenossenschaft Lausitz – Solarenergie aus der Region
Mittwoch, 10. August 15:30–17:00 Uhr

Schnupperklettern
Mittwoch, 10. August, ab 17:00

Die globale Bewegung für Klimagerechtigkeit: Nachruf oder Ausblick?
Tadzio Müller, gegentrom berlin / CJA
Mittwoch, 10. August 17:30–19:00

Vor einigen Jahren noch feierten viele von uns die entstehende globale Bewegung für Klimagerechtigkeit als neue Hoffnungsträgerin, die Gipfelproteste in Kopenhagen sollten eine bewegungspolitische Initialzündung à la Seattle produzieren – und heute? Wo die Bewegung steht, welche Potentiale sich in dem Begriff Klimagerechtigkeit verbergen, und wo die Schwächen einer solchen Bewegung liegen könnten, darum soll es in diesem Workshop gehen.

Donnerstag, 11. August

Sorbische/Wendische Kultur in der Lausitz
Grüne Liga Cottbus – Steffi Krawcojc a Renej Šejc GRÜNE LIGA, wobswětowa kupka Chóśebuz
Donnerstag, 11. August, 11:00–12:30

In der Lausitz lebt die Minderheit der Wenden oder Sorben. Während 1000 Jahren in verschiedenen deutschen Staaten hat es seine kulturelle und sprachliche Eigenständigkeit bewahrt – mehr oder weniger. Unter den Braunkohle-Umsiedlungen der letzten 80 Jahre haben vor allem auch sorbische Dörfer gelitten. Als zwei Angehörige dieses „kleinsten 1slawischen Volkes“ wollen wir Interessierten erste Eindrücke vom wendischen Leben in der Lausitz vermitteln.

Kurze Einführung zu CCS mit anschließender kreativer Aktionsentwicklung
Greenpeace Berlin
Donnerstag, 11. August 11:00–14:30

Ehrenamtliche von Greenpeace Berlin geben eine kurze Einführung zu CCS (Carbon Capture and Storage), der Verpressung von CO2 im Untergrund. Dabei steht besonders der technische Aspekt im Vordergrund. Anschließend soll versucht werden, gemeinsam kreativen Protest gegen diese Technologie zu entwickeln.

Landwirtschaft und Klima­wandel – Wie erreichen wir Zukunftsfähigkeit?
Andreas Keller, Biopoli-Jugendbildungsprojekt
Donnerstag, 11. August, 11:00–12:30

Agrofuel/Agrosprit – Kahlschlag und Menschenrechtsverletzungen
Peter Gerhardt, ROBIN WOOD
Donnerstag, 11. August 13:00–14:30

VW, Daimler, BMW und Co. steuern uns mit Spritfressern in die Klimakatastrophe. Das muss nicht sein, sagen die Autokonzerne, denn es gibt ja jetzt Agrosprit. Damit wir auch in Zukunft Auto fahren können bis der Arzt kommt. Leider ist Agrospit in Autotanks die dümmste Lösung für unsere Mobilität der Zukunft.

Stress- und Burn-out Prävention für politische AktivistInnen
Uschi, Out of Action
Donnerstag, 11. August, 13:00–14:30

Aktionstraining
Donnerstag, 11. August, ab 15:00

Aktions-Trainings sind zu einem wichtigen Bestandteil der kollektiven und individuellen Vorbereitung auf Massenaktionen des Zivilen Ungehorsams geworden. In diesen Trainings lernen die Menschen die Situationen und Szenarien einzuschätzen, sich ihrer Bedürfnisse, ihres Mutes und ihrer Ängste bewusst zu werden und daran entlang zu agieren. Durch diese Trainings werden Menschen dazu befähigt, gemeinsam und entschlossen zu handeln.

Tripod Workshop
ROBIN WOOD
Donnerstag, 11. August, 15:30–17:00

Polnisches Bündnis „Ja zur Entwicklung, nein zu Tagebauen“
Irena Rogowska, Rätin des Kreises
Lubin und Vorsitzende des Bündnisses
Donnerstag, 11. August, 17:30–19:00

Theater am Rand „Machwerk oder das Schichtbuch des Flick von Lauchhammer“
Donnerstag, 11. August, 20:00
Eine musikalisch–inszenierte Lesung

Erzählt werden die tragisch-komischen Schwänke um einen Macher, der kein Werk mehr hat, aber einen Helm, Karabinerhaken und Arbeitshosen: Flick von Lauchhammer. Mit 60 entlassen, stapft er ins Amt zu Frau Windisch und fragt: Wo brennt’s denn? Volker Braun schickt seinen Don Quichotte der Niederlausitz in die Welt der veränderten Arbeit des 21. Jahrhunderts. Am Ende steht er in Neutrebbin im Oderbruch am Bohrloch, wo das CO2 verklappt wird…
Mitwirkende: Volker Braun, Jens-Uwe Bogadtke, Tobias Morgenstern
Dramaturgie: Thomas Rühmann
Regie: Thomas Rühmann und Tobias Morgenstern
Musik: Tobias Morgenstern

 

Freitag, 12. August

Internationales Klimacamp 2011 im rheinischen Braunkohlerevier
Vertreter*innen des Camps
Freitag, 12. August 11:00–12:30 Uhr

Vom 26.08 bis 04.09 findet im rheinischen Braunkohlerevier ein Klimacamp statt, um Widerstand gegen den größten Klimakiller Europas RWE zu leisten. Braunkohle ist die klimaschädlichste Energiequelle, die nach dem Kriechgang-Atomausstieg als neue Brückentechnologie verkauft werden soll. Um eine basisdemokratische, dezentrale und soziale Energieversorgung durchzusetzen genügen keine Appelle an die Poltik, sondern es muss zu einer Konfrontation mit den großen Energiekonzernen kommen. In RWE’s rheinischen Braunkohlenrevier dem größten Braunkohleabbaugebiet Europas wollen wir ein Kristalisationsort für Energiekämpfe schaffen. Wir wollen uns selbst ermächtigen mit vielfältigem Protest und direkten Aktionen. Außerdem hat das Klimacamp ein großes Bildungangebot mit vielen Workshops und soll ein Ort des guten Lebens sein, der eine Perspektive für eine Gesellschaft jenseits des Wachstums und Kapitalismus entwirft. Wer sich schon mal mit dem Gebiet vertraut machen möchte, um Ideen zu schmieden ist eingeladen.

Systemkonflikt: Warum Erneuerbare und Kohlekraftwerke nicht zusammenpassen
Jürgen Quentin, Deutsche Umwelthilfe
Freitag, 12. August 11:00–12:30

Brandenburg setzt neben den erneuerbaren Energien weiterhin auf die Braunkohleverstromung. Die Einspeisung großer Mengen volatilen Grünstroms hat gesetzlichen Vorrang im Netz. Sie erfordert einen hochflexiblen Kraftwerkspark, der auf schwankende Stromnachfrage und -mengen schnell reagieren kann. Braunkohle- und neue Steinkohleblöcke sind jedoch aus technischen wie wirtschaftlichen Gründen dazu nicht in der Lage. Die mangelnde Flexibilität dieser Grundlastkraftwerke zwingt die Betreiber in wind- und sonnenreichen Zeiten schon heute immer öfter, ihre Anlagen herunter zu fahren. Dieser Systemkonflikt zwischen erneuerbaren Energien und unflexiblen Grundlastkraftwerken wird sich in den kommenden Jahren deutlich verschärfen, denn der Anteil an Erneuerbaren soll bis 2020 mehr als verdoppelt werden. Im Stromsystem der Zukunft gibt es kein Sowohl-Als-Auch von traditioneller Stromproduktion auf Basis von Kohle und Atom und der Erzeugung aus Wind, Sonne, Bioenergie, Wasserkraft und Geothermie. Es geht um das Entweder-Oder, denn der weitere dynamische Ausbau der Erneuerbaren und große Mengen unflexibler Kohle- und Atomstromeinspeisungen schließen einander aus.

Geologie der Altmark …
…und die Eingriffe und Veränderungen des Menschen in das zweitgrößte Erdgaslager Europas vor dem Hintergrund der geplanten CO2-Verpressung
Lothar Lehmann, Kein CO2 Endlager Altmark
Freitag, 12. August, 13:00–14:30

T-Shirt Druckwerkstatt
Initiative „Cottbus Nazifrei“
Freitag, 12. August, ab 15:00

Schablonen und Farben werden gestellt, ihr müsst nur noch ein eigenen T-Shirt zum Bedrucken mitbringen.

Mögliche verträgliche Weiter­nutzungen der Ergaslager­stätte Altmark …
…und wie wollen wir unser Wechselwirken mit dem sonstigen Leben auf dem Planeten und mit dem Planeten selbst Gestalten?

Christfried Lenz, Kein CO2 Endlager Altmark
Freitag, 12. August, 15:30-17:00

Shell2Sea – Was macht Shell in Irland
Leness Falls
Freitag, 12. August , 17:30–19:00

Samstag, 13. August

Ökosozialismus – das geht
Klaus Engert, RSB
Samstag, 13. August 11:00–12:30

Für eine kapitalistische Industriegesellschaft ist Nachhaltigkeit Gift. Die Länder des sogenannten „Realsozialismus“ können ebenfalls kein Vorbild sein, denn die Umweltzerstörung dort stand der der kapitalistischen Welt in nichts nach. Wir brauchen also eine Alternative: den Ökosozialismus.

Windenergie mit Zug­drachen, eine neue Dimension
Peter Tschanz
Samstag, 13. August, 11:00–12:30

Mission Erde – das Songprogramm von Markus Rüeger
Samstagabend, 13. August

Musikalisch ist Rüeger ein begnadeter Multi-Instrumentalist, der auf der Bühne nebst Gesang vor allem Gitarre, Bombarde und whistles spielt. Die Songtexte sind meist in schweizerdeutsch oder in englischer Sprache. Ein stimmungsvolles und bewegtes Programm, witzig und tiefgründig. Markus Rüeger vermittelt in seiner bewegten Performance bewusst positive Zukunftsvisionen, gepaart mit Lebensfreude und Power.
www.aquarion.ch

Sonntag, 14. August

Vernetzungscafé: Erneuerbare in Deutschland und Polen
Katharina Kutzias, gegenstrom berlin
Sonntag, 14. August, ab 12:00

Tag X – Vernetzung, Perspektiven, Ausblick
Sonntag, 14. August, ab 13:00