Programm

Info- und Programmheft Lausitzcamp 2016 – Herunterladen als pdf (deutsch/english)

Hier findet ihr das Programm des Lausitzcamps.
Änderungen und Ergänzungen werden täglich auf dem Camp am Info-Zelt und natürlich hier online bekannt gegeben.

Montag, 09.05.2016

19:30 Kulturhaus in Proschim

Eröffnung des Camps mit Günter Jurischka aus Proschim

danach

20:00 Kino-Film: THULETUVALU DE+ENG

Thule liegt im obersten Norden Grönlands, Tuvalu ist ein kleiner Inselstaat im pazifischen Ozean. Trotz riesiger Entfernung und Gegensätzlichkeit, sind die beiden Orte durch ein gemeinsames Schicksal eng miteinander verbunden: Während in Thule das Eis immer mehr zurückgeht und zu Meerwasser wird, steigt in Tuvalu der Meeresspiegel mehr und mehr an. THULETUVALU ist ein berührendes Portrait von Menschen, deren gemeinsames Schicksal eng miteinander verbunden ist, obwohl sie an zwei völlig unterschiedlichen Enden des Globus leben. Der Film des Regisseurs Matthias von Gunten wurde im August 2015 zum ersten Mal ausgestrahlt.

Dienstag, 10.05.

Proschim, Dampfmaschinen- und Mühlenbesichtigung – auf Absprache im Infozelt – auch für Kinder geeignet. DE 1)

11:00 und 17:00 (bei Bedarf auch noch ein drittes Mal am Tag), ca. 2-stündige Kleinbustour rund um den Tagebau Welzow-Süd I DE

12:00 – 18:00 Fahrradexkursion zur Talsperre Spremberg, Thema: Spreeverockerung & Eisenschlammbeseitigung, ca. 70 km DE

11:00 – 12:30 LAUtonomia stellt sich vor DE 2)

11:00 – 12:30 Klima und Tierproduktion DE 3)

14:30 – 16:30 „Erste Hilfe Workshop“ DE + ENG 30)

14:30 – 16:00 Stefan Golla, End of Oil – Erste Energiewende-Studie Ecuador DE 4)

Di 16:30 – 18:00 Philipp, Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation (nach M. Rosenberg) DE 5)

16:30 – 18:00 Stefan Golla, TENORM-Abfälle, Radioaktivität bei der Erdöl- und Erdgasförderung DE 6)

18:00 Kleines Volleyballturnier in Proschim auf dem Volleyballplatz: Regional-Auswahl gegen gemischte Camp-Auswahl.

20:30 – 22:00 Widerstand im Kohleland – Lokale Bündnisse informieren Gesprächsforum, Moderator: Michael Apel DE (ENG translation)

Wie gehen Menschen damit um, dass ihre Dörfer von der Landkarte verschwinden sollen oder mit den Spätfolgen vom Tagebau konfrontiert werden? Bildet sich Widerstand und ziehen alle an einem Strang?

Podiumsteilnehmerinnen:
Anna Dziadek – geplanter Tagebau Gubin/Brody/PGE
Jens Hausner – Tagebau Vereinigtes Schleenhain/Mittelsachsen/Mibrag
Monika Schulz-Höpfner – geplanter Tagebau Jänschwalde-Nord/Vattenfall
Günter Jurischka – geplanter Tagebau Welzow-Süd II/Vattenfall
Gabriel Scherf – BI Altdöberner See/Vattenfall
Adrian Rinnert – geplanter Tagebau Nochten II/Vattenfall
Pia Starke – Rheinisches Braunkohlerevier/RWE

22:00 Kino: Power to change 49)

Mittwoch, 11.05.

Proschim, Dampfmaschinen- und Mühlenbesichtigung – auf Absprache im Infozelt – auch für Kinder geeignet. DE 1)

11:00 und 17:00 (bei Bedarf auch noch ein drittes Mal am Tag), ca. 2-stündige Kleinbustour rund um den Tagebau Welzow-Süd I DE

11:00 – 13:00 „Erste Hilfe Workshop“ DE + ENG 30)

11:00 – 14:00 Aktionstraining DE 7)

11:00 – 12:30 Lucky Maisanye, „The bliss of ignorance“, Kohleförderung in Süd-Afrika ENG 52)

11:00 – 12:30 The True Cost of Coal – Interaktiver Vortrag mit dem faszinierenden Kunstwerk des Beehive Collective DE 8)

11:00 – 12:30 (Teil 1) und 14:30 – 16:00 (Teil 2), Daniel Hiss (Deutscher Naturschutzring) und Laura Weis (PowerShift), Kohle, Gas und Fracking: Energieimporte in Zeiten des Klimawandels DE 9)

12:00 – 18:00 Fahrradexkursion zur Talsperre Spremberg, Thema: Spreeverockerung & Eisenschlammbeseitigung, ca. 70 km

14:30 – 17:30 Aktionstraining ENG 7)

14:30 – 16:00 Christfried Lenz, CCS – ist der Wahnsinn gestoppt? DE 10)

14:30 Lucile Falgueyrac (Seattle to Brussels Network), TTIP und andere Handelsabkommen: die neuen Lieblingswerkzeuge der Klimakriminellen ENG 11)

14:30 – 16:00 Friedrich, Aktionslogistik-Workshop DE 12)

16:30 – 18:00 Stefanie Krawcojc, Franciska Šulcojc, Die andere lokale Bevölkerung – Sorben in der Lausitz DE 13)

16:30 – 18:00 Harald Glöde (Borderline Europe), Flucht und Vertreibung durch den Klimawandel DE 14)

16:30 – 18:00 Antirep/Legal training, Ende Gelände – Antirepression  Infoveranstaltung DE 37)

16:30 – 18:00 Skype-Konferenz mit Aktivist*innen aus Westafrika ENG 15)

19:00 Theater im Zirkuszelt: Berliner Compagnie DE (ENG translation)

So Heiss Gegessen Wie Gekocht

„Hundert haben wir höchstens erwartet
Mehr als tausend sind gekommen
Aus Vernetzung wird so jetzt Besetzung
Und die haben wir uns für heute vorgenommen
Wenn die oben nicht mehr können
Weil die unten nicht mehr wollen
Schwanken endlich die Drecksgeschäfte
Und die sauberen Sachen kommen ins Rollen
Wir agieren nicht nur lokal
Sondern international“

Liedtext aus dem Theaterstück „So Heiss Gegessen Wie Gekocht“.
Eine Widerstandsgeschichte gegen ein Kohlekraftwerk, die – wie so oft – in einer Küche beginnt. 16)

20:30 – 21:30 Aktions-Info-Plenum DE (ENG)

22:00 Kino: Requiem for the American Dream, Regisseur Kelly Nyks wird vor Ort sein 50)

22:00 Paul Geigerzähler, Punk ohne Schlagzeug, Gitarre und Bass 17)

Donnerstag 12.05.

Proschim, Dampfmaschinen- und Mühlenbesichtigung – auf Absprache im Infozelt – auch für Kinder geeignet. DE 1)

11:00 und 17:00 (bei Bedarf auch noch ein drittes Mal am Tag), ca. 2-stündige Kleinbustour rund um den Tagebau Welzow-Süd I DE

11:00 Rallye Monte Grube: Gewinne den Goldenen Bagger! 18)

11:00 – 12:30 Antirep/Legal training, Ende Gelände – Antirepression DE Infoveranstaltung 37)

11:00 – 12:30 Hannelore Wodtke – „Grüne Zukunft Welzow“, Zirkuszelt         Stand der Braunkohleplanungen in der Lausitz DE 19)

11:00 – 12:30 The True Cost of Coal – Interaktiver Vortrag mit dem faszinierenden Kunstwerk des Beehive Collective, ENG 8)

11:00 – 12:30 Degrowth und Klimagerechtigkeit – Konzeptwerk Neue Ökonomie e.V., Einführungsworkshop zu den Fragen „Was ist Degrowth?“ und „Was hat Degrowth mit Klimagerechtigkeit zu tun?“ . Erster Teil aus der Vortragsreihe der „Spring-Degrowth-School“. DE

11:00 – 12:30 Kristina Dietz gemeinsam mit Studierenden des Lateinamerika Instituts der FU Berlin, Konflikte um Kohlebergbau in Kolumbien DE 20)

11:00 – 14:00 Aktionstraining DE 7)

12:00 – 18:00 Fahrradexkursion nach Schleife 21)

14:30 – 16:00 ausgeCo2hlt, Nach Ende Gelände – wie geht es weiter? Diskussionsrunde, Teil 1 DE (ENG translation) 22)

14.30 – 16.00 Konzeptwerk Neue Ökonomie e. V., Die blinden Flecken der Energiewende – Analyse aus einer Degrowth-Perspektive DE 23)

14:30 – 16:00 Rubinea Korte, Fossil Free & Freunde – Erfahrungsberichte ENG 24)

14:30 – 16:30 „Erste Hilfe Workshop“ DE + ENG 30)

14:30 – 17:30 Aktionstraining ENG 7)

16:30 – 18:00 FossilFreeBerlin.org, Gruppenstruktur & Lobbyarbeit ohne Karmaschäden ENG 25)

16:30 – 18:00 Berliner AG Degrowth, Raus aus der Kohle – Sozial gerechte Übergänge in eine Postwachstumsgesellschaft 26)

16:30 – 18:00 ausgeCo2hlt, Nach Ende Gelände – wie geht es weiter? Diskussionsrunde Teil 2 DE (ENG translation) 27)

19:00 Dr. Friederike Habermann, Zirkuszelt, Besser leben – anders wirtschaften – ein Beitrag zum Klimaschutz

„Betrug“ nennt der als ‚Vater des Klimawandelbewusstseins‘ bekanntgewordene NASA-Wissenschaftler James Hansen die Ergebnisse der Klimaverhandlungen von Paris. Denn solange sich an den ökonomischen Anreizen für Öl, Gas und Kohle nichts ändert, werden sie auch verbrannt. Dabei zeichnet sich bereits ein Wirtschaftssystem ab, das den Wachstumszwang aufhebt und die Steuerung durch Preise hinfällig macht. Der Zukunftsforscher Jeremy Rifkin spricht von ‚Null-Grenzkosten-Gesellschaft‘, der Wirtschaftsspezialist Paul Mason von ‚Postkapitalismus‘. Während beide hierfür die technischen Entwicklungen betonen, zeigt die Aktivistin und Ökonomin Friederike Habermann grundlegende Prinzipien einer solchen neuen ‚Miteinander-Lebensweise‘ auf. Es geht um nicht weniger, als unser Leben nach eigenen Bedürfnissen gestalten zu können. DE (ENG)

20:30 – 22:30 – open End – Aktionsplenum / Action-plenum DE (ENG)

22:00 Kino: Ende Gelände 2015 Kurz-Doku 51)

22:00 Open Stage – Wir sind hier und wir sind viele… 29)

Freitag, 13.05.

Aktionstag

Aktionstrainings 7) und Aktionsplena werden kurzfristig angesagt

11:00 – 18:00 Demo- Aktionsvorbereitungen: Transpis malen, Bezugsgruppenfindung usw. (konkrete Termine und Zelte werden vor Ort bekannt gegeben).

11:00 und 17:00 (bei Bedarf auch noch ein drittes Mal am Tag), ca. 2-stündige Kleinbustour rund um den Tagebau Welzow-Süd I DE

11:00 – 13:00 „Erste Hilfe Workshop“ DE + ENG 30)

11:00 – 12:30 Greenpeace, Aktionen gegen Kohle – Die Zukunft der Lausitz ENG 31)

11:00 – 12:30 Andreas Stahlberg, Mitglied des Kreistags Spree-Neiße, Tagebauplanungen beiderseits der Neiße, DE 19)

11:00 – 12:30 N.N., Self-Care: Trauma und Traumafolgen DE 32)

12:00 – 18:00 Fahrradexkursion zur Ruhlmühle/Neustadt an der Spree 33)
auch: Fahrradexkursion für die Kleinen – auf Absprache im Infozelt 34)

14:30 – 16:30 „Erste Hilfe Workshop“ DE + ENG 30)

14:30 – 16:00 Greenpeace Energy, Ein Leuchtturm für die Lausitz! DE 35)

16:30 – 18:00 BUND Sahra Morwinski, Die Zukunft fossiler Energien – Ein Planspiel DE 36)

16:30 – 18:00 Antirep/Legal training, Ende Gelände – Antirepression DE Infoveranstaltung 37)

Samstag, 14.05.

Aktionstag

– Aktionstrainings 7) und Aktionsplena werden kurzfristig angesagt

13:00 Anti-Kohle-Demo

Demonstration vom Rathaus Welzow bis Proschim www.anti-kohle-demo.de

Sonntag, 15.05.

Aktionstag

– Aktionstrainings 7) und Aktionsplena werden kurzfristig angesagt

16:00 Treffen des Klimabewegungsnetzwerks auf dem Lausitzcamp 38)

17:00 „Not without us“, Klima-Doku ENG, mit anschließender Diskussion. 48)

20:00 Abschlussparty mit The Incredible Herrengedeck und den Beatpoeten

The Incredible Herrengedeck treffen auf die Beatpoeten, das wird die inoffizielle Meisterschaft der Supermittelgewichtsklasse unter den linken Bands in Deutschland. The Incredible Herrengedeck, das sind drei Typen, drei Akkorde, Konfetti und die Kraft der Imagination. Das Herrengedeck macht noch aus der kleinsten Bühne ein Stadion-Konzert. Also Musikkabarett im Stadion. Oder Stadion-Konzert im Kabarett. Oder wie sie selber sagen: „Chanson Punk – Live in deinem Eckstadion“. Die Beatpoeten verbinden Elektro-Punk mit politischer Haltung und lyrischen Texten. Deutschsprachige Zeilen abseits von Atzen-Parolen treffen auf tanzbare Beats aus Groovebox und Kaosspad irgendwo zwischen Goldene Zitronen, Mediengruppe Telekommander und DAF. Let’s get ready to rumble!

Montag, 16.05.

10:00 Abschlussgottesdienst

12:00 Abbau des Camps

Laufend

Täglich 8:00 – 9:00 Conrad, Qi Gong und Tai Chi Freiland/Zelt  DE 40)

Täglich im Infozelt: LAUtonomia stellt sich vor 2)

Am Wochenende: Out of Action 41)

Di – Do 11:00 – 15:00 Birgit, Mit der Sonne kochen DE 42)

Do ganztägig im Materialzelt: Café kaputt Leipzig – Reparaturcafé und Bildungsprojekt DE 47)

nach Bedarf 11:00 – 18:00 Ditsche, Solarmodule selber bauen – Ein Schritt zur Wohlstandsteilhabe von Menschen im globalen Süden DE 43)

nach Bedarf Di + Mi 11:00 – 12:30 Reto, Einführung: Schnitzen mit Sackmesser DE 44)

Mi + Fr 10:00 – 11:00 (nach Bedarf) Evelyn, Nutze Yoga! Nutze deine innere Kraft! Freiland/Zelt DE + ENG 45)

11:00 – 12:30 Reto, Menschliche Verbundenheit durch Berührung DE 46)

 

Beschreibung – Fußnoten

1)
Di + Mi + Do in Proschim
Dampfmaschinen- und Mühlenbesichtigung – auf Absprache im Infozelt – auch für Kinder geeignet.
Mit großer Detailliebe wird die Geschichte des Dorfes und der Region gepflegt. In Proschim gibt es eine große historische Dampfmaschine zu besichtigen – der Kohlebagger möchte bald daneben stehen! Außerdem gibt es das Mühlenmuseum, detailreich und liebevoll hergerichtet. Die Exponate sind dort thematisch geordnet, Landmaschinen, Handwerkwerkzeuge und Lebensart der letzten 150 Jahre zu besichtigen.

2)
Die Waldbesetzung von LAUtonomia an der Rodungskante des Tagebau Nochtens stellt sich vor. Wer sind wir? Was tun wir? Und warum? Die Infoveranstaltung wird einen Einblick in LAUtonomia geben und Möglichkeiten aufzeigen, wie du dich selbst einbringen kannst.

3)
Warum muss die Abschaffung der Tierproduktion eine Hauptforderung der Klimabewegung werden? Bei der Diskussionsveranstaltung möchten wir das im Herbst letzten Jahres gegründete Netzwerk „Animal Climate Action“ vorstellen und uns über die Möglichkeiten austauschen, über das Klimathema Bündnisse herzustellen und größere klimapolitisch motivierte Kampagnen gegen die Tierproduktion zu organisieren. Zunächst wollen wir über die Klimarelevanz der Tierproduktion, gesellschaftstheoretische und strategische Ansätze der Tierbefreiungsbewegung und aktuell stattfindende Aktionen und Kampagnen gegen die Tierindustrie mithilfe eines Inputs informieren. Anschließend möchten wir mit euch darüber diskutieren. Die Referent*innen sind in dem Netzwerk „Animal Climate Action“ und in der Kampagne gegen Tierfabriken aktiv.

4)
Wie der kleinste OPEC-Staat strauchelt und wie er nach eigener Studie bis 2035 100% fossil-free werden kann! Stichwort: PtG, Yasuni-ITT, Folgen der Erdölförderung

5)
Warum wollen wir Konflikten so oft aus dem Weg gehen und wie können wir mutiger werden, unsere Bedürfnisse auszusprechen? Wie kann ich Kritik äußern, ohne andere Menschen zu verletzen? Wie kann ich mit mir selber liebevoller umgehen? Zu diesen und ähnlichen Fragen bietet die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) interessante Vorschläge und Methoden. Ich werde die theoretischen Grundlagen der Methode erklären, wir werden einige praktische Übungen machen und am Ende über die vorgestellten Ideen diskutieren.

6)
Jahrzehntelang verheimlicht, werden erhebliche Mengen hochtoxischen, teilweise hochradioaktiven Abfalls der Öl- und Erdgasindustrie, unbedacht in die Landschaft gekippt – auch hier!

7)
Ziel des Aktionstrainings ist es, dass sich Menschen, die bei einer Aktion blockieren wollen, optimal darauf vorbereiten können. Es sind selbstverständlich auch die eingeladen, die nicht genau wissen, ob eine Blockade das Richtige für sie ist. Die Erfahrung zeigt: Je mehr gut vorbereitete Leute teilnehmen, desto entschlossener, ruhiger, und erfolgreicher wird eine Aktion.

Im Training werden wir die Kernelemente einer erfolgreichen Blockade vermitteln und einüben: Bezugsgruppen, gemeinsame Entscheidungsfindung während der Aktion und Blockadetechniken. Sowohl erfahrene als auch unerfahrene Protestierende können bei einer Aktion gut eingebunden sein. Bei dem Training können die Teilnehmenden für sich oder in ihren Bezugsgruppen klären, welches der geeignete Ort für sie ist. Auch juristische Fragen werden besprochen. Die praktischen Übungen finden draußen oder bei Regen im Zelt statt.

8)
Um Menschen die Zusammenhänge und Folgen der Kohleverbrennung und des Klimawandels verständlich zu machen, brauchen wir kreative Bildungsmaterialien, mit denen wir alle erreichen. Das Beehive Collective, ein Künstler*innen- Netzwerk aus den USA, zeigt anhand eines 5 x 2,50 Meter großen Mosaikposters auf eindrückliche Weise die Entstehung der Kohle, den Abbau in den USA und dessen Folgen, ihre Rolle in der kapitalistischen Gesellschaft, aber auch den vielfältigen Widerstand und die Alternativen. Mit der Methode der „story-based education“ gelingt es ihnen, komplexe Zusammenhänge künstlerisch und für jeden verständlich in Geschichten zu verpacken. Im Vortrag werden auch Geschichten des Kohleabbaus und Widerstands aus Deutschland erzählt. Die Referierenden sind Teil eines selbstorganisierten losen Netzwerkes von engagierten Bildungsaktivist*innen aus Deutschland und den Niederlanden, die mit den True Cost of Coal arbeiten.

9)
Egal ob Steinkohle, Öl oder Gas – abgesehen von der Braunkohle sind die EU und Deutschland stark abhängig von Energieimporten. Der Fracking-Boom in den USA hat die Karten auf den globalen Energiemärkten neu gemischt: die USA sind zum größten Produzenten von Öl und Gas aufgestiegen und die Preise für Kohle und Öl befinden sich auf Talfahrt. Mit mehr Gas und weniger Abhängigkeit von Russland will die EU-Kommission das Klima schützen und die Versorgungssicherheit verbessern.

Aber ist Gas wirklich besser fürs Klima als Kohle? Warum will die EU mehr Unabhängigkeit von Russland beim Gas, aber nicht bei der Kohle? Wie hängt der Fracking-Boom in den USA mit dem Preisverfall bei der Kohle zusammen? Und welche Auswirkungen hat unser Energiehunger auf Menschen und Umwelt in anderen Ländern?

Diesen und weiteren Fragen rund um Kohle und Gas gehen Daniel Hiss (Deutscher Naturschutzring) und Laura Weis (PowerShift) in einem dreistündigen Workshop nach.

10)
„CCS“ (Carbon Capture and Storage) war der Versuch der Konzerne, durch das Trugbild eines „klimafreundlichen Kohlekraftwerks“ die Energiewende zu Fall zu bringen. Ist der Versuch gescheitert? – „Hoffentlich“ allemal und vielleicht auch „vielleicht“. Entwarnung ist aber nicht angesagt! Weiteres (und Näheres) zur CCS-Technik (auch zum „Biomasse-CCS“) und zum erfolgreichen Kampf dagegen im Workshop mit Christfried Lenz (Ketan) von der BI „Saubere Umwelt und Energie Altmark“, vormals „Kein CO2-Endlager Altmark“.

11)
Wir können den Klimawandel aufhalten, aber nur durch eine Änderung der politischen und ökonomischen Strukturen, die uns an ein Kohlenstoff-intensives System binden. Die großen Handelsabkommen die momentan verhandelt werden, TTIP (EU-US) und CETA (EU-Canada), werden dieses System nur stützen und machen eine Umkehr immer schwieriger. Dieser Workshop wird zeigen, warum echter Klima-Aktivismus nicht mit den gegenwärtigen Handelsabkommen der Unternehmen zu vereinen ist, und Raum geben, Widerstand und Gegenbewegungen zu besprechen.

12)
Die zentrale Aufgabe der Aktionslogistik ist es, die Aktivist*innen einer Massen-Aktion so auszustatten und zu versorgen, dass sie bis zum geplanten Ende an der Aktion teilnehmen (können). Anders gesagt: Kein*e Aktivist*in soll wegen Hunger, Durst, Nässe, Kälte oder Übermüdung die Aktion vorzeitig verlassen müssen. Eine gute Aktionslogistik motiviert die Aktivist*innen, bis zum geplanten Schluss zu bleiben oder ggf. stark und halbwegs ausgeglichen die Räumung und evtl. anschließenden Gewahrsam zu überstehen. Im Workshop werden Aufgaben und Möglichkeiten der Aktionslogistik vorgestellt und entsprechende Erfahrungen ausgetauscht.

13)
Die erste Nation, Untergebene oder „andere“ unter den Deutschen? Ein Workshop von und über Sorben. Hört über die Geschichte, Geschichten und Kultur der Menschen, die in dieser Gegend fast verschwunden sind. Es wird auch Lieder und Tänze geben!

14)
Es gibt viele verschiedene Gründe, warum Menschen ihr Heimatland verlassen: Krieg, Verfolgung, Zerstörung von Lebensgrundlagen. Der Klimawandel ist ein weiterer Grund, der Menschen zwingt ihre angestammte Heimat zu verlassen. Und auch hier trägt der reiche Norden mal wieder die Hauptverantwortung für die Ursachen von Flucht und Vertreibung. Auf internationalen Klimagipfeln beschlossene Maßnahmen zur Begrenzung des Klimawandels sind in der Regel absolut unzureichend und werden dazu nur äußerst zögerlich oder auch gar nicht umgesetzt. Gleichzeitig aber unternimmt der Norden, konkret die Europäische Union, immer größere Anstrengungen um ihre Grenzen abzuschotten und aufzurüsten und hat dabei keinerlei Skrupel, mitschuldig an dem Tod von Tausenden zu werden.

15)
In diesem Workshop sprechen West-Afrikanische Aktivist*innen aus dem Widerstand gegen einen deutschen Bergbaukonzern, gegen andere Agenten des europäischen Imperialismus und gegen den Genozid den sie verursachen. Lasst uns gemeinsam Möglichkeiten internationaler Solidaritäts-Aktionen abwägen, um die Bewegung gegen den Extraktivismus zu einen und zu stärken, uns „glocal“ besser zu organisieren und globale Gerechtigkeit für alle zu ermöglichen!
Sprecher*innen:
Maatyo Dedo Azu (ADZEWAGBETO/VAZOBA and KCORSDAF in Somanya, Ghana), Kofi Mawuli Klu (PARCOE/ENGOCCAR and the Global Afrikan People’s Parliament – GAPP, London, United Kingdom), Fe Fiammaif (PRYPAC/Global Justice Forum – GJF).

16)
Zutaten: Jede Menge Kohle- und Atomkraftwerke, dicke Schlitten, dicke Lügen, etliche Brühwürfel Berliner Politik, die Sonne über Afrika – alles serviert mit heißen Rhythmen und am Ende..

Gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch „Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst“ und den „Katholischen Fonds“

17)
Punk ohne Schlagzeug, Gitarre und Bass: dass so was geht, zeigt Paul Geigerzähler, mit Geige und Gesang. Aber auch mit einigen Folk- und Reggeanummern im Gepäck. Seit 2003 tourt er mit seinem Geigenkoffer durch die Weltgeschichte, solo und mit seinen zwei Duos Berlinska Dróha und Atze Wellblech. www.geigerzaehler.blogsport.de

18)
Die Weiten des Lausitzer Braunkohlereviers. So viele Möglichkeiten. Kleine Gruppen von klimaschützenden Braunkohlegegner*innen schlendern und radeln durch die Landschaft, immer auf der Suche nach dem idealen Ort für einen Bannerdrop, ein Bagger-Selfie oder ein High Five mit dem Team Wachschutz. Im Blick immer der Punktstand und das Ziel katastrophalen Klimawandeln zu verhindern. Macht mit bei der Rally Monte Grube, sammelt Punkte für coole Aktionen und lernt das Kohlerevier von seiner besten Seite kennen, als Spielfeld. Abends im Camp Erfahrungsaustausch, Auspunkten und die Verlosung des Goldenen Baggers.

19)
Ein kurzer Überblick über die aktuelle Situation des Braunkohleabbaus in der Lausitz. Wo und in welchem Umfang wird in der Lausitz Braunkohle abgebaut? Wie sieht die aktuelle politische Situation aus?

20)
In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit Kämpfen um Kohle in Kolumbien. Kolumbien ist eines der wichtigsten Exportländer von in Deutschland verstromter Steinkohle. Ziel des Workshops ist es, einen Einblick in die Kohlekämpfe in Kolumbien zu geben, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu den Kämpfen hier herauszuarbeiten und zu diskutieren, wie die Kämpfe in der Lausitz mit jenen in Kolumbien verbunden werden können. Verwendete Materialien: u.a. Ausschnitte aus dem Film „La Buena Vida“ von Jens Schanze

21)
Führung mit Frau Penk oder Kito Penk durch den letzten verbliebenen Rest vom Urwald Weiswasser, zum Njepila-Hof nach Rohne und eventuell zur Waldbesetzung von LAUtonomia DE (www.lautonomia.blogsport.eu/; www.njepila-hof-rohne.de/)

22)
Was sind die nächsten Schritte für die Klimagerechtigkeitsbewegung? Wie können wir internationale Netzwerke aufbauen, die lokale Kämpfe stärken, wie können wir Klimawandel mit anderen politischen Themen verbinden? Wie kann unsere Bewegung gleichzeitig breiter und radikaler werden? Nach kurzen Inputs, die bisherige Debatten zusammenfassen, wird es darüber eine offene moderierte Diskussion geben.

23)
In diesem Workshop wird die sogenannte Energiewende aus einer Degrowth-Perspektive analysiert, werden Fehlstellen identifiziert und über Elemente einer wirklich klimagerechten Energiepolitik nachgedacht. Dies ist der zweite Teil aus der Vortragsreihe der „Spring-Degrowth-School“.

24)
Wenn es falsch ist das Klima zu zerstören, dann ist es falsch von dieser Zerstörung zu profitieren. Wir glauben, dass Unis, Kirchen, Städte und Kommunen klima-schädliche Investments beenden müssen (devestieren =ihr Geld zurückziehen), um so ihre finanzielle und moralische Unterstützung der fossilen Brennstoff-Industrie zu beenden. Also was passiert gerade, und was tun wir? Lerne die Bewegung durch interessante Geschichten lokaler Fossil-Free-Gruppen aus Deutschland (und darüber hinaus) kennen. Wir haben audiovisuelles Material das die Kreativität der Divestment-Kamapagne anschaulich macht und dich einlädt mitzumachen. Egal ob du schon Teil in einer FF-Kampagne bist oder nicht – verpasse diese Gelegenheit nicht! Jeder ist willkommen!

25)
Eure Kampagne läuft rund, alle im Team sind hochmotiviert und „die Mächtigen“ hören Euch zu. Nicht ganz richtig? Bei uns* auch nicht. Nach 15 Monaten voller Aktionen haben wir viele Fehler gemacht, nützliche Lösungen gefunden und Etappensiege gefeiert – die wollen wir mit Euch teilen. Wir erzählen z.B. vom Konsensus-Prinzip. Vom Wer-macht-was-bis-wann-Mantra. Von kleinen Teams im großen Team. Und auch über die „gute“ Lobbyarbeit, mit der wir Unterstützer*innen in der Presse, Politik und Verbänden gewannen, obwohl wir keine Ahnung davon hatten. *FossilFreeBerlin.org ist eine von über 500 Divestment-Gruppen weltweit im Netzwerk von 350.org. Wir machen uns stark dafür, dass Berlin seine öffentlichen Gelder aus den Klimakillern Kohle, Öl und Gas abzieht und sind schon ganz dicht dran.

26)
Workshop zu Möglichkeiten, wie eine Schrumpfung der Wirtschaft allgemein und in Bezug auf die Kohlewirtschaft der Lausitz sozial gerecht vollzogen werden könnte. Dies ist der dritte Teil aus der Vortragsreihe der „Spring-Degrowth-School“.

27)
Was sind die nächsten Schritte für die Klimagerechtigkeitsbewegung? Wie können wir internationale Netzwerke aufbauen, die lokale Kämpfe stärken, wie können wir Klimawandel mit anderen politischen Themen verbinden? Wie kann unsere Bewegung gleichzeitig breiter und radikaler werden? Nach kurzen Inputs, die bisherige Debatten zusammenfassen, wird es darüber eine offene moderierte Diskussion geben.

29)
…sicher auch Musiker*innen, Schauspieler*innen, Poeten und Poetinnen, sowie anderweitig Kreative. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr an diesem Abend etwas von dem was ihr so macht mit dem Camp teilen. Kommt einfach vorbei!

30)
„Erste Hilfe Workshop“
Bei diesem Workshop werden in einem Zeitrahmen von zwei Stunden die Grundlagen der Ersten Hilfe vermittelt und untereinander ausgetauscht. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Erstversorgung von Verletzungen und Beschwerden, welche im Kontext einer politischen Demonstration auftreten könnten.

31)
Im Jahr 2007 startete Greenpeace Deutschland eine Kampagne, um sowohl dem Braunkohleabbau in der Lausitz, als auch Kohlekraftwerken entgegen zu treten. Des weiteren wurden geeignete Klimaschutzmaßnahmen gefordert. Im Jahr 2008 legte Greenpeace einen Kohle-Ausstiegsplan vor – durch die Umsetzung dieses Plans könnten die Klimaschutz-Ziele eingehalten werden. Nach fast zehn Jahren voller Aktionen gegen den weltweit gefährlichsten und dreckigsten Energieträger, werden wir in die Zukunft blicken und die nächsten Jahrzehnte skizzieren. Unser Ziel ist, dass die Kohle im Boden bleibt und der Übergang zu 100% regenerativen Energien beschleunigt wird.

32)
Bei politischen Aktionen kann es Momente geben, die sich für den*die Einzelne*n traumatisch auswirken können. Traumatische Ereignisse gehen stets mit einem Gefühl von Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein einher. Typische Folgen sind akute Belastungsreaktion oder, wenn sie andauern, posttraumatische Belastungsstörungen. Erfahrungsgemäß schützt gute Information darüber vor Langzeitfolgen. Soziale Bindungen und psychische Ressourcen helfen, Traumafolgen zu überwinden. Damit wollen wir uns in dem Workshop auseinandersetzen.

33)
Führung mit Torsten Kohl vom Eine Spinnerei e.V. zur Ruhlmühle, „LMBV-Pilotprojekt zur mikrobiell induzierten Eisenretention im Grundwasseranstrom von Bergbaufolgeseen und Fließgewässern“, ca. 70km

34)
…nach Lieske zum Nordstrand vom Sedlitzer See – Folgeschäden des Bergbaus: Baden nicht gestattet wegen Rutschungsgefahr – ohne, dass eine Rutsche zum Baden in der Nähe wäre! ca. 6 km

35)
Viele Akteure in der Lausitz haben die Energiewende und den Ausbau der Erneuerbaren mit großem Einsatz und Erfolg bereits vorangebracht. Doch davon wissen nur die Aktiven in der Region. Es fehlt ein Anlaufpunkt, ein Leuchtturm-Projekt, wo sich all diese Initiativen bündeln, wo die Vielfalt der Alternativen zur Braunkohle sich fokussiert – damit die Zukunft der Lausitz ein Thema für das ganze Land wird und sich noch mehr Menschen für die ökologischen und wirtschaftlichen Perspektiven der Lausitz engagieren können. Wir schlagen deshalb ein Modell vor, das die Vorteile einer Stiftung mit den Möglichkeiten einer Energiegenossenschaft kombiniert, damit sich möglichst viele demokratisch am zukunftsfähigen Umbau der Lausitz beteiligen können.

36)
Die Energiewende ist in aller Mund. Warum es dennoch so beschwerlich ist, die Nutzung von Kohle und Co. von heute auf morgen abzuschaffen und welche politischen und wirtschaftlichen Hürden überwunden werden müssen, erfahren die Teilnehmer*innen unseres Planspiels am eigenen Leib. Wie fühlt es sich an, in der Haut des Wirtschaftsministers oder der eines Energiekonzernvertreters zu stecken? Wie agieren Aktivisten oder Betroffene und wie lassen sich Verhandlungen führen, um den Ausstieg aus den Fossilen ohne faule Kompromisse zu schaffen? Wird es zu einer Einigung kommen?

37)
Wir wollen versuchen, allen interessierten Teilnehmer*innen die wichtigsten Fragen zu beantworten, die sich in Hinblick auf mögliche Repression und unsere Reaktionen darauf ergeben: Auf was sollten wir uns einstellen, insbesondere in Hinsicht straf- und zivilrechtlicher Verfolgung, und was können und werden wir tun, um uns solidarisch dagegen zu wehren.

38)
Das Klimabewegungsnetzwerk (KBN) ist aus dem Netzwerk Energiekämpfe in Bewegung (EKIB) hervorgegangen und vernetzt systemkritische klimapolitische Gruppen und Aktionen. Die aktuelle Grundlage des Netzwerkes ist die K!BN-Emailliste (klimabewegungsnetzwerk-subscribe@lists.riseup.net). Was kann und soll das Netzwerk leisten? Wie sollen Entscheidungen getroffen werden? Was sind die konkreten nächsten Schritte? Kommt, diskutiert und entscheidet mit!

40)
Qi Gong ist eine chinesische Körperübung zur Pflege von Körper und Geist. Die „Acht Brokate“ dauern ungefähr 15 Minuten und erfordern kein Vorwissen. Tai Chi ist eine chinesische Kampfkunst zur Stärkung von Gesundheit, Konzentration und Chi. Wer mitmachen möchte, sollte mit der 24er Pekingform oder der 48er Form bereits vertraut sein.

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Wer Widerstand leistet gegen bestehende Herrschaftsverhältnisse ist häufig mit Gewalt und Repression konfrontiert. Neben leicht greifbaren Auswirkungen wie einer blutigen Nase gibt es auch weniger offensichtliche Auswirkungen wie emotionalen Stress bis hin zu einem psychischen Trauma. Diese Auswirkungen sind durchaus gewollt: Über die Traumatisierung Einzelner soll allgemein von politischem Widerstand abgeschreckt werden, indem ein Gefühl von Handlungsunfähigkeit und Ohnmacht gegenüber staatlicher Herrschaft erzeugt wird. Out of Action, eine Gruppe von Aktivist*innen, bietet emotionale erste Hilfe für betroffene Einzelpersonen und Gruppen an und kämpft gegen diese Effekte von Gewalt und Repression und für einen offenen, solidarischen Umgang miteinander.

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Bei ausreichendem Sonnenschein der Workshop „Mit der Sonne kochen“: Essen zubereiten in Sonnenkochern / mit der Satellitenschüssel Zwiebeln braten / mit Pappe und Rettungsfolie Kartoffeln kochen / mit Holz und Glas Kuchen backen.

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Während ein Einpersonenhaushalt in Deutschland 15 kWh Strom pro Tag verbraucht, kann man mit nur einem halben Prozent davon den Menschen im globalen Süden Teilhabe an Kommunikation und Bildung ermöglichen. Die auf Photovoltaik basierende Stromerzeugung dafür ist weitgehend simpel, allerdings technisch komplett anders, als bei den in Deutschland üblichen Kilowattanlagen.

Im Camp wollen wir nach Einführungen in die Theorie der Photovoltaik und des Lötens immer mal wieder, wenn Wetter und parallel stattfindende Aktiönchen es zulassen, Solarzellen zu Modulen zusammenbraten. Die Basis bilden Niedrigspannungs-Solarmodule mit 5 –10 V und ca. 30 Watt. Da solche Module aufgrund von fehlender Massenproduktion noch nicht das niedrige Preislevel großer Module erreicht haben, kann eine Preisreduktion durch Selbstbau eine Anwendung auch für ärmere Bevölkerungskreise ermöglichen. Vorkenntnisse sind nicht nötig, aber Lust am Verständnis elektrischer Prozesse wäre nicht schlecht. Mensch braucht nur ein ruhiges Händchen.

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Mit Geduld und Sackmesser lassen sich organisch wirkende, wellen- oder flammenartige Formen aus Ästen schnitzen. Gerade nach kopflastigen und wortreichen Tagen kann man so zur Ruhe kommen und sich im eigenen Körper wieder heimischer fühlen. Freude am Prozess des Schnitzens versuche ich mit freien Gestaltungsmethoden und Tipps für die Sicherheit zu vermitteln. Es geht nicht darum, perfekte, lebensechte Figuren herzustellen, sondern sich als politischer u.U. belasteter Mensch zu erden und auf entspannende Art kreativ sein zu können. Bring, wenn möglich, ein Taschenmesser mit. Ich kann nur wenige anbieten.

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Atemtechniken, Körperübungen und angeleitete Kraft- und Energiemeditationen helfen dir dabei, Ruhe und Ausgeglichenheit für die anstehenden Aufgaben zu finden. Keine Vorkenntnisse notwendig.

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In unserer Gesellschaft sind Streicheleinheiten und Geborgenheit sind außerhalb von Beziehungen oder tiefen Freundschaften oft Mangelware. Wegen fehlender Geborgenheit vergrößern sich Differenzen bei Prioritäten und Methoden von politischen Engagements. Auch wenn Verbundenheit durchaus geistig sein kann: Kuscheln kann helfen. Ob und wie lange du dich von wem berühren lässt, entscheidest du selber (mit genügend Zeit). Es gibt ein paar Regeln und klare Grenzen zum Erotischen. www.kuscheln-schweiz.ch

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Mit selbst hergestellten Textilstempeln Aufnäher oder Eure Kleidung bedrucken sowie an der Nähmaschine oder per Hand Euren Kram reparieren. www.facebook.com/events

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At the 21st year of U.N. Climate Negotiations in Paris, 192 nations are on the verge of signing a historic agreement – that will either embrace all of humanity, or be full of non-binding proclamations tailored to profit multi-national corporations. Follow seven grassroots activists and their coalitions as they awaken the true force that can prevent catastrophic climate change: the will of the people.

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Nach Die 4. Revolution präsentiert Carl-A. Fechner mit seinem neuen Kinofilm POWER TO CHANGE Die EnergieRebellion die Vision einer demokratischen, nachhaltigen und bezahlbaren Energieversorgung aus 100 % erneuerbaren Energien. Der Film ist ein Plädoyer für eine rasche Umsetzung der Energiewende und erzählt Geschichten von Kämpfern, Tüftlern und Menschen wie Du und Ich. Er nimmt seine Zuschauer mit auf die Reise durch ein Land, in dem Hunderttausende für die Energierevolution kämpfen – voll Leidenschaft und Hoffnung, Rückschläge einsteckend und Erfolge feiernd.
Für das Lausitz-Camp ließ der Regisseur ein Video-Botschaft aufnehmen, die im Vorhinein gezeigt wird.

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Requiem for the American Dream ist der Diskurs mit Noam Chomsky – einer der wichtigsten Intellektuellen unserer Zeit- über die Konzentration von Reichtum und Macht in den Händen weniger.
Durch Interview, die über einen Zeitraum von 4 Jahren geführt wurden, deckt Chomsky Prinzipien auf, die uns in diese beispiellose Ungleichheit geführt haben. Dabei beleuchtet er ein halbes Jahrhundert in dem die Politik so konzipiert wurde, dass die Reichsten, auf Kosten der Mehrheit, bevorzugt wurden. Chomsky blickt auch zurück auf sein Leben voll mit Aktivismus und politischer Teilhabe.
Sehr persönlich und trotzdem provozierend, gibt er stechende Einblicke in unser womöglich letztes Vermächnis, eine sterbende Mittelschicht und den Abgesang einer funktionierenden Demokratie. Der Film ist eine Erinnerung daran, dass die Macht in den Händen der Regierten liegt.
Auf dem Lausitz-Camp wird auch der Regisseur Kelly Nyks vor Ort sein, seinen Film vorstellen und für Fragen und Antworten bereitstehen.

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Zuerst wird eine Kurz-Doku über Ende Gelände 2015 im Rheinland gezeigt. Hier wird Einblick gegeben, wie im vergangenen Jahr alles von der Vorbereitung bis hin zum tatsächlichen Erklimmen der Bagger ablief. Der Regisseur Till Egen wird ebenfalls vor Ort sein. Im Anschluss wird noch ein weiterer Film gezeigt.

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„The bliss of ignorance“ untersucht die komplexe Beziehung von Süd-Afrika zu der ergiebigsten Ressource des Landes: zur Kohle. Der Dokumentarfilm zeigt die Folgen der Energiepolitik Süd-Afrikas, hebt hervor wie sich der Abbau und die Verbrennung von Kohle auf die Umwelt auswirkt, in dem Luft und wertvolle Wasserressourcen in einem wasserknappen Land verschmutz werden, und behandelt schließlich auch die Folgen für die öffentliche Gesundheit. Nach dem Film gibt es eine Diskussion moderiert von Lucky Maisanye.

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